In einer Zeit, in der die Welle der Digitalisierung die Welt erfasst, vertieft sich die Integration digitaler Technologien in den internationalen Handel, und der digitale Handel hat sich zu einer neuen Triebkraft in dessen Entwicklung entwickelt. Wo weltweit liegt die dynamischste Region für die Entwicklung des digitalen Handels? Die Antwort lautet: außerhalb der RCEP-Staaten. Studien zeigen, dass sich das digitale Handelsökosystem innerhalb der RCEP-Region bereits etabliert hat, und es ist nun an der Zeit, dass sich alle Beteiligten auf die Verbesserung des nationalen digitalen Handelsökosystems in der RCEP-Region konzentrieren.
Den Bestimmungen des RCEP zufolge misst es dem E-Commerce große Bedeutung bei. Das RCEP-Kapitel zum Thema E-Commerce stellt die erste umfassende und hochrangige plurilaterale Regelung zum E-Commerce im asiatisch-pazifischen Raum dar. Es übernimmt nicht nur einige traditionelle E-Commerce-Regeln, sondern erzielt auch erstmals einen wichtigen Konsens über grenzüberschreitende Informationsübermittlung und Datenlokalisierung. Dies bietet den Mitgliedstaaten eine institutionelle Grundlage für eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich E-Commerce und trägt zur Schaffung eines günstigen Umfelds für dessen Entwicklung bei. Es stärkt das gegenseitige Vertrauen in die Politik, die gegenseitige Anerkennung der Regulierungen und die Interoperabilität der Geschäftsprozesse im E-Commerce zwischen den Mitgliedstaaten und fördert so maßgeblich die Entwicklung des E-Commerce in der Region.
So wie das Potenzial der digitalen Wirtschaft in der Verknüpfung mit der Realwirtschaft liegt, umfasst der digitale Handel nicht nur den Fluss von Datendiensten und Inhalten, sondern auch die digitalen Inhalte des traditionellen Handels, die alle Aspekte von Produktdesign, Fertigung, Handel, Transport, Werbung und Vertrieb durchdringen. Um das Entwicklungsökosystem des digitalen Handels im Rahmen der RCEP zukünftig zu verbessern, muss man sich einerseits an hochrangigen Freihandelsabkommen wie CPTPP und DEPA orientieren und andererseits die Entwicklungsländer innerhalb der RCEP einbeziehen. Dabei sind Produkte, die Produktdesign, Fertigung, Handel, Transport, Werbung und Vertrieb umfassen, sowie Lösungen für den digitalen Handel, wie beispielsweise den Datenaustausch, zu prüfen. Alle RCEP-Bestimmungen müssen unter dem Gesichtspunkt der Entwicklung des digitalen Handelsökosystems überprüft werden.
Zukünftig muss die RCEP-Region das Geschäftsumfeld hinsichtlich Zollabwicklung, Investitionsliberalisierung, digitaler und allgemeiner Infrastruktur, grenzüberschreitender Logistik, grenzüberschreitendem Datenverkehr und Schutz geistigen Eigentums weiter optimieren, um die dynamische Entwicklung der Digitalisierung in der RCEP-Region weiter voranzutreiben. Derzeit hemmen Faktoren wie der verzögerte grenzüberschreitende Datenverkehr, die unterschiedlichen regionalen Infrastrukturniveaus und der Mangel an Fachkräften in der Digitalwirtschaft die Entwicklung des regionalen digitalen Handels.
Veröffentlichungsdatum: 09.09.2022
